Im SFB 926 erstmals DFG-Transferprojekte an der TU Kaiserslautern bewilligt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert seit 2011 den Sonderforschungsbereich 926 „Bauteiloberflächen“ (SFB 926) an der TU Kaiserslautern. Dazu Prof. Dr. Helmut J. Schmidt, Präsident unserer Universität:

„Wir sind stolz auf die dynamische und erfolgreiche Entwicklung der koordinierten Forschung an der TU Kaiserslautern in den letzten Jahren. Der SFB 926 ist dabei unser Flaggschiff und wir freuen uns zu sehen, dass er unter vollen Segeln steht“. Ziel des SFB 926 ist die Erforschung der Zusammenhänge zwischen Erzeugung, Charakterisierung und Anwendung funktionsspezifischer Bauteile.     
Im SFB 926 werden insgesamt 22 Teilprojekte bearbeitet [1]. Mit dem Start der zweiten Förderperiode wurden auch zwei DFG-Transferprojekte bewilligt. Die DFG fördert bereits seit 1996 Transferprojekte, die dem Austausch zwischen wissenschaftlicher Grundlagenforschung und industrieller Anwendung dienen [2]. Die beiden Transferprojekte im SFB 926 sind die ersten Projekte dieser Art, die an der TU Kaiserslautern durchgeführt werden. Der Transfer ist dabei keine Einbahnstraße: Erkenntnisse werden zwischen den Wissenschaftlern aus Kaiserslautern und ihren Anwendungspartnern aus der Industrie zum gegenseitigen Nutzen ausgetauscht.
Einsatz von beschichteten Mikrofräswerkzeugen zur Strukturierung von Bauteiloberflächen
Das Transferprojekt T01 beschäftigt sich mit dem Einsatz beschichteter Mikrofräswerkzeuge zur Strukturierung von Bauteiloberflächen (Abb. 1). Dabei werden beschichtete Mikroschaftfräswerkzeuge mit Durchmessern unter 100 µm erforscht. Der Erkenntnistransfer wird mit dem Technologiekonzern Oerlikon und der Giesecke & Devrient GmbH, die Druckplatten für den Druck von Banknoten herstellt, durchgeführt. Das Transferprojekt wird am Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation (FBK) durchgeführt und von Prof. Dr.-Ing. Jan Aurich geleitet.
Das Transferprojekt T02 beschäftigt sich mit dem Einsatz von Kühlschmierstoffen (Abb. 2) auf der Basis von mehrwertigen Alkoholen für die spanende Bearbeitung (Abb. 3). Es wird ein neuartiger Kühlschmierstoff entwickelt, getestet und ein Prototyp entwickelt, der den Kühlschmierstoff vor der Zuführung kühlt (Abb. 3). Das Ziel hier: Steigerung der Produktivität bei spanenden Fertigungsverfahren durch Verbesserungen beim Einsatz von Kühlschmierstoffen. Der Erkenntnistransfer findet mit dem Kühlschmierstoffhersteller PETROFER Chemie und dem Automobilzulieferer BorgWarner aus Kirchheimbolanden statt. Das Transferprojekt wird am Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation (FBK) durchgeführt und gemeinschaftlich von Dr. Benjamin Kirsch (FBK) und Prof. Dr.-Ing. Hans Hasse vom Lehrstuhl für Thermodynamik (LTD) geleitet

Stephan Basten
Bild: Kryogene Kühlschmierstoffe für die spanende Bearbeitung auf der Basis von Mono-Ethylenglykol

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