Ein Grund zu feiern: 1.000. Promotion im FB Maschinenbau und Verfahrenstechnik

Sie erforschen etwa neuartige Werkstoffe für die Flugzeugindustrie, entwickeln neue Kunststoffe, um Medizinprodukte sicherer zu machen oder arbeiten daran, wie nachwachsende Rohstoffe in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen können – die Doktorandinnen und Doktoranden im Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik der TU Kaiserslautern.

Zu Beginn des neuen Jahres feiert der Fachbereich seine 1.000. Promotion. Dies nimmt Unispectrum zum Anlass, um auf seine Erfolgsgeschichte zurückzublicken.
Der Fachbereich, so wie er heute aufgestellt ist, ging aus dem ursprünglichen Fachbereich Technologie hervor. 1975 wurde er noch unter dem Namen Maschinenwesen selbstständig.
An der Gründung 1970 waren die Lehrstühle für Strömungslehre unter Professor Dr.-Ing. Hartmut Rosenberg (aktuell Prof. Dr.-Ing. Martin Böhle, Strömungsmechanik und Strömungsmaschinen), für Kraft- und Arbeitsmaschinen unter Professor Dr.-Ing. Hans May (aktuell Prof. Dr.-Ing. Michael Günthner, Antriebe in der Fahrzeugtechnik), für Thermische Verfahrenstechnik unter Professor Dr.-Ing. Hans Kremer (aktuell Prof. Dr. techn. Hans-Jörg Bart) sowie für Mechanische Verfahrenstechnik unter Professor Dr.-Ing. Ekkehard Weber (aktuell Prof. Dr.-Ing. Sergiy Antonyuk) beteiligt.
Hinzu kamen im Jahr 1973 noch vor „dem Schritt in die Selbstständigkeit“ die Lehrstühle Technische Mechanik unter Leitung von Professor Dr. Hans-Georg Hahn (aktuell Prof. Dr.-Ing. Ralf Müller) und Pumpen und Verdichter unter Professor Dr.-Ing. Fritz Eisfeld (aktuell Prof. Dr.-Ing. Martin Böhle, Strömungsmechanik und Strömungsmaschinen).
In den nächsten Jahren folgten: Werkstoffe und Mechanische Technologie unter Professor Dr.-Ing. Erwin Roeder (aktuell Prof. Dr.-Ing. Tilmann Beck, Werkstoffkunde), Technische Thermodynamik unter Professor Dr.-Ing. Eberhard Bender (aktuell Prof. Dr.-Ing. Hans Hasse, Thermodynamik) sowie Maschinenelemente und Getriebetechnik unter Professor Dr.-Ing. Waldemar Steinhilper (aktuell Prof. Dr.-Ing. Bernd Sauer).
Ende der 1970er gab es zehn Lehrstühle, an denen neben den Professoren insgesamt 42 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an neuen Techniken forschten.
1980 kam Professor Dr.-Ing. Günter Warnecke (aktuell Prof. Dr.-Ing. Jan Aurich) mit seinem Lehrstuhl Fertigungstechnik und Betriebsorganisation hinzu, 1981 Professor Dr.-Ing. Rüdiger Haberland mit Feinwerktechnik (wurde eingestellt) und 1985 Professor Dr.-Ing. Dieter Wüstenberg mit Konstruktion im Maschinenbau und Apparatebau (aktuell in der Wiederbesetzung).
Auch in den nächsten Jahren wuchs der Fachbereich – dabei hielt er stets im Blick, Änderungen im technischen Fortschritt mit seiner Ausrichtung Rechnung zu tragen.
In den 90er Jahren folgten die Lehrstühle Werkstoff- und Oberflächentechnik unter Professor Dr.-Ing. Walter Brockmann (aktuell Prof. Dr.-Ing. Paul Geiß, Fügetechnik), Produktionsautomatisierung unter Professor Dr.-Ing. Detlef Zühlke und Rechneranwendung in der Konstruktion unter Professor Dr. Werner Dankwort (aktuell Prof. Dr.-Ing. Martin Eigner, Virtuelle Produktentwicklung). 1995 kam zudem Professor Dr.-Ing. Rainer Renz mit dem Lehrstuhl Recyclinggerechte Produktgestaltung-Entfertigung (wurde eingestellt) dazu. Im selben Jahr gründete sich auch das Institut für Verbundwerkstoff auf dem Campus. Hier waren zunächst drei Professuren ansässig, die die Ausrichtung des Fachbereiches ergänzten und ebenfalls das Promotionsrecht im Fachbereich besaßen (aktuell Prof. Dr.-Ing. Ulf Breuer, Prof. Dr.-Ing. Joachim Hausmann, Prof. Dr.-Ing. Peter Mitschang).
1997 beschlossen die Professoren, die seit der Gründung stark vertretene Verfahrenstechnik im Namen besser zu repräsentieren. Sie stimmten daher zu, den Fachbereich in „Maschinenbau und Verfahrenstechnik“ umzubenennen.
Auch zu Beginn des neuen Jahrtausend standen die Zeichen weiterhin auf Wachstum: Alte Lehrstühle fielen weg, neue Ausrichtungen kamen hinzu. 2002 folgte Prof. Dr.-Ing. Alois K. Schlarb dem Ruf auf die Professur Verbundwerkstoffe und 2004 startete Professor Dr. Roland Ulber mit seinem Fachgebiet Bioverfahrenstechnik. Seit 2008 widmete sich Professor Dr.-Ing. Jörg Seewig der Messtechnik und Sensorik, Professor Dr.-Ing. Steffen Müller der Mechatronik in Maschinenbau und Fahrzeugtechnik (aktuell Prof. Dr.-Ing. Naim Bajcinca) und Professor Dr.-Ing. Eberhard Kerscher der Werkstoffprüfung.
Heute forschen insgesamt 18 Professoren, sechs Juniorprofessoren und eine -professorin mit ihren Arbeitsgruppen im Fachbereich. Sie entwickeln beispielsweise effizientere Techniken für die Industrie und neuartige Werkstoffe für die Medizintechnik sowie die Flugzeugindustrie. Ferner beschäftigen sie sich mit den Fabrikhallen von morgen, mit neuartigen Mikrostrukturen auf Oberflächen von Bauteilen oder mit besseren Antrieben für die Automobilindustrie.
Jetzt darf der Fachbereich seine 1.000. Promotion feiern. Im Laufe der Jahre wurden die Doktorandinnen und Doktoranden dabei von 51 Professoren betreut.
Um diesen Meilenstein gebührend zu würdigen, werden ab dem Frühjahr im Treppenhaus des Gebäudes 44 alle Themen der 1.000 Promotionen mit den jeweiligen Promovenden „verewigt“. Jeder, der mit dem Fachbereich verbunden ist, wird hierbei sicherlich bekannte Namen entdecken. Zudem bietet sich beim Blick auf diese Themenvielfalt die Möglichkeit, nachzuvollziehen, wie sich die Technik in den vergangenen Jahren in den einzelnen Forschungsgebieten weiterentwickelt hat. Dabei wird auch deutlich, wie breit Kaiserslauterer Maschinenbauer und Verfahrenstechniker in der Forschung und somit auch in der Lehre aufgestellt sind.

Marcus Ripp

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