TU Kaiserslautern: Hohe Auszeichnung für Prof. Dr.-Ing. Gerd Maurer

Auf der gestrigen ProcessNet-Jahrestagung in Mannheim wurden drei verdiente Wissenschaftler auf dem Gebiet der Reaktions- und Verfahrenstechnik mit den ProcessNet-Medaillen 2009 ausgezeichnet.

Die Emil-Kirschbaum-Medaille erhielt Prof. Dr.-Ing. Gerd Maurer, TU Kaiserslautern, für seine grundlegenden, umfassenden Arbeiten auf dem Gebiet der Mischphasen-Thermodynamik und der Modellierung von Elektrolytlösungen.

Gerd Maurer, geboren 1942, studierte Verfahrenstechnik an der Universität Karlsruhe. Von 1980 bis 1985 war er für die BASF SE tätig, bevor er einen Ruf an die Universität Kaiserslautern auf die Professur für Technische Thermodynamik annahm. Seit 2002 ist er außerdem Honorarprofessor der Fakultät für Chemie an der Staatlichen Universität St. Petersburg/Russland.

Prof. Maurer engagierte sich in zahlreichen hochschulpolitischen und forschungsorientierten Gremien, unter anderem als Vorsitzender und Mitglied im erweiterten Vorstand des Fakultätentages für Maschinenbau und Verfahrenstechnik, als langjähriges Mitglied der Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Hochschulrektorenkonferenz, als Vorsitzender des GVC-Fachausschusses Thermodynamik, als Gründer und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Arbeitskreises Technische Thermodynamik WATT, als Mitglied des Vorstandes des Kompetenznetzes Verfahrenstechnik Pro3 und als Koordinator des DFG-Schwerpunktprogramms Stoffeigenschaften komplexer fluider Systeme. Im Zusammenhang mit seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit hat Gerd Maurer verschiedene Gastprofessuren im europäischen und außereuropäischen Ausland wahrgenommen.

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In seinen Forschungsarbeiten befassen sich Prof. Maurer und seine Mitarbeiter/innen mit experimentellen und theoretischen Arbeiten zu den thermodynamischen Grundlagen von Verfahren der Stoff- und Energiewandlung, dabei insbesondere mit Phasengleichgewichten in komplexen, chemisch reagierenden Systemen. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeiten haben ihren Niederschlag in nahezu 300 Publikationen und fast 60 Dissertationen gefunden. Die Resultate seiner Arbeiten werden weltweit in ingenieurwissenschaftlichen Anwendungen zum Beispiel im Umweltschutz, in der chemischen Industrie, der Energietechnik und der Biotechnologie genutzt. Als typische Beispiele seien hier seine Arbeiten zu den Grundlagen der Entfernung saurer Gase (z.B. Kohlendioxid und/oder Schwefelwasserstoff) aus Rauchgasen von Kraftwerken (in CCS-Verfahren - carbon capture and storage) und im CAP-Prozess (chilled ammonia process), aus Erdgas und aus Prozessströmen der chemischen Industrie genannt.

Die Emil Kirschbaum-Medaille wird seit 1991 für Arbeiten verliehen, die zur Vertiefung und Erweiterung der Grundlagen der thermischen Verfahrenstechnik oder deren beispielhafter Anwendung in der industriellen Praxis geführt haben. Besonders berücksichtigt werden dabei Arbeiten, die sich mit richtungweisenden experimentellen Untersuchungen, beispielhafter Modellbildung oder theoretischer Entwicklung auf dem Gebiet der Maßstabsvergrößerung beschäftigen.

Gemeinsam mit Gerd Maurer wurden Prof. Dr. Peter Zehner (Gerhard Damköhler-Medaille) und Prof. Dr.-Ing. Karl Sommer(Hans-Rumpf-Medaille) ausgezeichnet. Die drei Medaillen werden seit 1991 - bis zur Gründung von ProcessNet durch die DVCV - im Dreijahresturnus vergeben und sind nach den Pionieren der chemischen, thermischen und mechanischen Verfahrenstechnik benannt.

ProcessNet - eine gemeinsame Initiative von DECHEMA und VDI-GVC – bündelt seit 2007 die Aktivitäten der beiden Gesellschaften in Verfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen und Technischer Chemie unter einem Dach. Derzeit vereint ProcessNet über 5.000 Mitglieder aus Wissenschaft, Industrie und Behörden. In acht thematisch gegliederten Fachgemeinschaften finden Interessierte eine Plattform, um fach- und branchenübergreifend wissenschaftlich-technische Problemstellungen und Themen von übergeordneter technischer und gesellschaftlicher Bedeutung zu bearbeiten.

Foto (Quelle: DECHEMA/Celik): Der Vorsitzende von ProcessNet, Prof. Dr.-Ing.

Martin Strohrmann, überreicht die Medaillen an die drei Wissenschaftler.

 

Dipl.-Volkswirt Thomas Jung

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