Professor Roland Ulber: „5000 Jahre Biotechnologie – Wie Mikroorganismen die Entwicklung der Menschheit prägen“

Veranstaltung der Vortragsreihe im Kaiserslauterer Jahr der Wissenschaft

Am Mittwoch, 02. September 2009, findet in der Fruchthalle Kaiserslautern wieder eine Veranstaltung der Vortragsreihe zum Kaiserslauterer Jahr der Wissenschaft statt. Professor Roland Ulber vom Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Technischen Universität Kaiserslautern wird über „5000 Jahre Biotechnologie – Wie Mikroorganismen die Entwicklung der Menschheit prägen“ referieren. Professor Helmut Neunzert, Technologiebotschafter der Stadt Kaiserslautern, führt durch das Programm. Einlass ist ab 17:00 Uhr, die Veranstaltung beginnt um 17:30 Uhr mit einem musikalischen Rahmenprogramm, das von der Emmerich-Smola-Musikschule gestaltet wird. Vortragsanfang ist um 18:00 Uhr, im Anschluss an das Vortragende um 19:00 Uhr sind alle Anwesenden zu einer lockeren Gesprächsrunde mit dem Wissenschaftler eingeladen. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

 

Der Vortrag von Professor Ulber schlägt einen Bogen von der Antike bis zur heutigen Zeit und beleuchtet die wichtigsten Meilensteine in der Nutzung von Mikroorganismen durch den Menschen. Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze oder Hefen werden von Menschen seit Jahrtausenden genutzt, um alltägliche Gebrauchsgüter herzustellen. Ohne die Syntheseleistungen dieser Kleinstlebewesen hätte sich die Menschheit wahrscheinlich niemals entwickeln können.

 

Bier, Wein, Joghurt, Käse und Brot sind Lebensmittel, die die meisten von uns tagtäglich zu sich nehmen. Ihnen ist gemein, dass sie mit Hilfe von Mikroorganismen hergestellt werden. Auch viele andere Alltagsprodukte sind ohne die Zuhilfenahme von Mikroorganismen nicht herstellbar. So helfen Bakterien beispielsweise bei der Produktion von Kupfer, Hefen produzieren Treibstoffe und mikroskopisch kleine Pilze liefern Enzyme für Waschmittel und Antibiotika. Auch Leder, Fruchtsäfte, Papier und Kleidungsstücke werden mit Hilfe von Mikroorganismen hergestellt.

 

In der aktuellen Forschung wird versucht, Mikroorganismen zur Produktion weiterer Grundchemikalien einzusetzen. Grund dafür ist die Verknappung an fossilen Rohstoffen wie beispielsweise Rohöl. Die chemische Industrie, die den Großteil unserer Güter produziert, basiert derzeit auf fossilen Rohstoffen. Mit Hilfe optimierter Mikroorganismen ist man derzeit zumindest im Labor in der Lage, auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen eine Vielzahl von Grund- und Feinchemikalien herzustellen. Erste Demonstrationsanlagen, die so genannten Bioraffinerien, werden derzeit auch in Deutschland gebaut.

 

Sandra Zehnle, Pressestelle der Stadtverwaltung Kaiserslautern

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